Berufsbild Hundephysiotherapie

Die Hundephysiotherapie hat zum Ziel, die Gesundheit des Hundepatienten zu fördern, zu erhalten und/oder wiederherzustellen.

  • Die Hundephysiotherapie geht davon aus, dass die Bewegungsfähigkeit eines Hundes ein Grundbedürfnis ist und im direkten Zusammenhang mit seiner Gesundheit steht.

  • Bei therapeutischen Maßnahmen bezieht die Hundephysiotherapie die Bedürfnisse des Tierbesitzers mit ein.

  • Die Hundephysiotherapie fördert eine möglichst aktive Mitarbeit sowohl des Tierpatienten als auch des Tierbesitzers und schafft dadurch die Voraussetzung, das Therapieziel erreichen zu können.

  • Hundephysiotherapie findet Anwendung bei Tieren, die vorübergehend oder dauernd durch Unfall, physische Krankheit oder durch entwicklungsbedingte Störungen in ihrer Bewegungsfähigkeit behindert sind.

  • Die Hundephysiotherapie findet Anwendung in den Bereichen Prävention, Therapie und Rehabilitation. Damit leistet die Hundephysiotherapie einen großen Beitrag zur Gesundheitsversorgung von Tieren. Sie ist eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen oder operativen Therapie.

  • Die Hundephysiotherapie arbeitet mit unterschiedlichen Methoden der hundephysiotherapeutischen Bewegungstherapie und der physikalischen Therapie. Zum Einsatz kommen passive und aktive Maßnahmen.

  • Eine hundephysiotherapeutische Behandlung orientiert sich am physiotherapeutischen Prozess. Zu Beginn der Therapie wird eine differenzierte hundephysiotherapeutische Befundung durchführt. Aufgrund der Ergebnisse und in Absprache mit dem Tierbesitzer entwickelt der Hundephysiotherapeut einen individuellen Therapieplan.

  • Zu Beginn einer Behandlungseinheit erfasst der Hundephysiotherapeut den aktuellen Zustand des Patienten und unterstützt den Hund, sich auf die Therapie einzulassen. Die unmittelbare Wirkung der Therapie wird mit der Ausgangssituation bei Behandlungsbeginn abgeglichen. Dabei werden auch Rückmeldungen des Tierbesitzers miteinbezogen. Der Hundephysiotherapeut dokumentiert die Ergebnisse und verfasst Zwischen- bzw. Abschlussberichte an Zuweiser.

  • Aufgrund der Komplexität des Berufes, sollte ein Hundephysiotherapeut auch über gute kommunikative Kompetenzen verfügen und das Basiswissen zu geeigneten Führungs- und Organisationsinstrumenten mitbringen.

  • Der Hundephysiotherapeut ist bestrebt, seine beruflichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten, zu vertiefen und zu erweitern. Er trägt zur Weiterentwicklung des Berufes bei, indem er eigene Erfahrungen und eigenes Wissen weitergibt.


Quelle: FBZ-vet, Christiane Gräff, interdisziplinäres Aus- und Weiterbildungsinstitut für Hundephysiotherapie, Karlsdorf-Neuthard