Ein Plädoyer für die etwas anderen Hunde

von Judith Keller (Kommentare: 0)

Ein Plädoyer für die Hunde, die zu uns kommen und nicht ganz so ticken, wie wir sie uns in unseren romantischen Träumen von perfekter Hund-Mensch-Harmonie vorgestellt hatten ❤️

Die Hunde...

• die uns mit Schamgefühlen konfrontieren, weil sie Dinge mit gesellschaftlicher Nulltoleranz tun
• die Gedanken des Versagens triggern
• die uns als Trainer/in zeitweise an unserer Fachkompetenz zweifeln lassen, weil wir ja wissen sollten wie‘s geht
• die uns auffordern, für uns einzustehen
• die uns unmissverständlich klarmachen, dass menschlicher Ehrgeiz manchmal fehl am Platz ist
• die uns daran erinnern, dass es egal ist, was andere von einem denken
• die uns zeitweise an unsere persönlichen Grenzen bringen
• die uns unsere Erwartungen hinterfragen lassen
• die uns im Wald stehen und laaaaaange auf sich warten lassen
• die nicht mit der romantischen Idee des unkomplizierten Freizeitpartners zu uns kamen
• die einen Rucksack mit gelebter Vergangenheit mit sich tragen
• die uns animieren, das Leben gelassener zu nehmen

...und uns dadurch ermöglichen, zu wachsen, zu lernen, zu reflektieren, innezuhalten, loszulassen und uns selber mit liebevollerem Blick zu betrachten. Und ich denke, genau dafür sind sie bei uns.


Es geht nicht um Leistung, nicht um Perfektion, nicht um Kompensation sondern um innige Verbundenheit, Präsenz und Dankbarkeit für alles, was sie uns tagtäglich schenken und aufzeigen mit ihrem blossen Dasein. Und deshalb sind sie PERFEKT und RICHTIG genau SO wie sie SIND ❤️

 

Text: Judith-Selina Keller, Wunderwelt Hund
Foto: Claudia Schulte

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